Stirling-Kraftwerk

"Königlich Sächsische Kraftwerk.-u. Maschinen AG                                         Chemnitz"

Nachdem ich mir eine Drehbank und eine Fräse zugelegt habe, war es möglich, eigene Ideen und Konstruktionen in die Tat umzusetzen. So wurde

der Traum zum Bau eines alten Kraftwerkes ,

angelehnt an die Wirklichkeit, realisierbar. Die Erinnerungen an die Zeit in den 50-ziger und 60-ziger Jahren der Maschinen.- u. Textilindustrie, in Chemnitz, in Zwickau und im Vogtland, sollten mir dabei als gedankliche Vorlage dienen, um alles was noch davon übrig war, in meine Modelle hinüber zu retten. Das Fantasiemodell wurde also nach eigenen Vorstellungen entwickelt, Skizzen und Werkstattzeichnugen angefertigt und in rund 1500 Stunden über fünf Jahre nach meiner täglichen Arbeit gefertigt.

Die besten Bilder


Mein Kraftwerk hat nun ein neues Aussehen. Um den Gesamteindruck der Maschinenhalle noch etwas abzurunden, entschloß ich mich eine Dachkonstruktion zu bauen. Sie ist wie bei meinen bisherigen Modellen nicht nach einem direkten Vorbild. Denn hier nach einer Halle zu suchen, die es vielleicht gar nicht mehr gibt oder weit ab von meinem Zuhause steht, fand ich für unsinnig. Hier ließ ich wieder meine Erinnerungen an meine alte Heimatstadt Chemnitz einfließen und baute es in Anlehnung an die Wirklichkeit, durch Recherchen vieler Bücher usw. anderer Industriestädte. Wichtig war mir vor allem, meine alte Sehnsucht nach dem, was immer mehr verloren geht und unwiederbringlich abgerissen wird, wenigstens im Modell zu erhalten. Dieses Dach schien mir diese Funktion gut zu erfüllen. Waren es doch diese Gebäude, welche schon immer eine magische Anziehungkraft auf mich ausübten.

Früher baute man nicht nur sehr schöne Außenfassaden und viele verschiedene Dachformen, z.Bsp. flach, rund, sägezahnförmig, Spitzdach, um nur einige zu nennen und nicht wie heute, so kastenförmige und oft schnirgellose Bauten. Mit jeder kunstvollen Fassade wollten ihre Eigentümer ihren Stand, ihre Macht. u. Eigentumsverhältnisse zur Untermauerung ihrer Produktionslinie hervorheben. Es ging ja um harte Kon-kurrenz, dass wollte man auch zeigen und nach außen hin sichtbar machen !  Leider wurden fast all diese Werke für die Rüstung missbraucht und so fielen die meisten in den Kriegen den Bomben zum Opfer. So waren leider viele sehenswerte Fassaden nur noch Schutt und Asche. Manche hatten auch Glück und sind erhalten geblieben. Da es nach dem Krieg erst mal um die Aufrechterhaltung der Produktion ging, hat man an der Substanz nur das Nötigste repariert oder instand gesetzt. So sind viele dieser alten sehenswerten Bauten in ihrem alten Zustand nach dem Krieg geblieben. Leider ist durch die meist schlechte wirtschaft-liche Lage der Betriebe in der DDR, oft kein Geld für die Erhaltung der Bausubstanz vorhanden gewesen und so waren die meisten Fabriken dem Verfall preisgegeben. Wenn nicht verbrannt, sind von vielen alten Werken leider nur noch Fotos vorhanden, die von den einst stolzen Produktionsstätten damaliger Zeit Zeugnis ablegen. In den meisten Fabriken konnte man auch ohne sie innen gesehen zu haben, interessante Maschinen und Anlagen vermuten. Zu oft hatte ich früher bei Besuchen von alten Betrieben, aus welchen Gründen auch immer, tolle Maschine entdeckt, die meine Begeisterung weckten. Computer gehörten damals nicht dazu !! So entschied ich mich letztendlich für das abgebildete Runddach, das ich für meine Halle am geeignetsten hielt.

 

 

So sah die Maschine noch am Anfang aus, als noch keine Generatoren gebaut waren, doch auch für mich schon beeindruckend. Am Schluß findet ihr ein kleines Video zum Lauf des Modells. Bei schnellen Last-wechseln waren beim Eisbrecher "Stettin"an der Dampfmaschine, vor deren Pleuel man direkt stehen konnte, die Lastwechsel zu hören. Also ein dumpfes Schlagen an den Lagern, bei 2200 PS. Aber man sagte uns das wäre normal. Da an meinem Modell sehr guteWartungs.u. Reparaturmöglichkeiten vorhanden sind, können die Lagerschalen jederzeit erneuert werden. Schließlich hat die Maschine in zwölf Jahren schon über zweitausent Laufstunden auf Ausstellungen absolviert, was man ihr aber keineswegs ansieht.                                                                                        

Das Heißluftkraftwerk im Bau

Wie in echt